Mittwoch, 19. Oktober 2011
20:00 Uhr | Komödienhaus

Jess Jochimsen

Durst ist schlimmer als Heimweh.
Texte. Dias. Rock'n'Roll.

Tisch, Stuhl, Getränk und los geht’s! „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen...“ Nun ist Jess Jochimsen ausschließlich in der Heimat unterwegs und hat von daher nur zwei Möglichkeiten: Trinken, um zu vergessen - oder: Augen offen halten und Zeugnis ablegen. Für Letzteres hat er sich entschieden. Jess Jochimsens neues Soloprogramm ist kein herkömmliches, mit Anfang, Witz-Zwang und Ende, sondern ein tragikomisches Roadmovie zum Zurücklehnen, ein entspannt-literarischer Heimatabend mit ungewissem Ausgang.

Hier meint es einer ernst: Jess Jochimsen ist ehrlich zu sich und zu anderen, setzt der lärmenden Hektik die notwendige Entschleunigung entgegen, läßt seiner Wut freien Lauf, geißelt die Dumpfheit der Welt und entblößt sich selbst bis aufs Mark.
Jess Jochimsen gelingt es, grandios komisch zu sein, ohne je albern und oberflächlich zu werden. Mehr als ein Akkordeon, eine Gitarre und einen Dia-Projektor braucht er dafür nicht.
Und so kommentiert er die jüngsten Fehltritte in Politik, Gesellschaft und Bekanntenkreis, schildert die Schrecknisse von Goldener Hochzeit und erster Liebe, erzählt von zerstreuten Selbstmördern, unglücklichen Astronauten, dicken Kindern und doofen Eltern, verteidigt die Wahrheit des Tresens gegen den Stumpfsinn des Stammtisches. Kurzum er spricht er zur Lage der Nation, improvisiert über die Abgründe des Lebens, singt, liest, schreit, flüstert - jeden Abend anders, jeden Abend neu aber immer solange, bis das Publikum randvoll ist mit Lachen und Liebe.

Jess Jochimsen
20:00 Uhr, Komödienhaus