Samstag, 26. November 2011
20:15 Uhr | Stadthalle Biberach

Gerhard Polt

Circus Maximus - Eine szenische Lesung

„Was diese Entdecker alles entdeckt haben. Das würd' heut' kein Mensch mehr entdecken. Warum? Weil man's scho kennt". Bei Gerhard Polt selbst ist das was anderes. Selbst wenn man ihn kennt, gibt es immer wieder was zu entdecken, was man vorher noch nicht gekannt hat.

Rund drei Jahrzehnte beobachtet Gerhard Polt jetzt schon die Leut´ um ihn herum und noch hat er nichts von seinen Scharfsinn verloren. Schon damals ganz am Anfang seiner Kariere prophezeite die AZ „dass man sich künftig den Gerhard Polt ankreuzen müsste im Programm: einen erstklassigen Leutebeobachter, der das bayerisch verzinkte Hochdeutsch wie ein Rasiermesser benutzen kann“. Das war 1979.
Mittlerweile hat Polt jede Menge seiner Beobachtungen und Analysen auf die Bühne und zu Papier gebracht. Er hat Unzählige CD veröffentlicht und auch den ein oder anderen Film gedreht. Immer noch entdeckt er Neues und das Publikum mit ihm.

Circus Maximus stellt seine gesammelten Werke dar. Geschichten, Stücke, Monologe und Dialoge, aus der Anfangszeit in Zusammenarbeit mit Hanns Christian Müller und aus zwölf Jahren in eigener Regie.
Gleichsam top-aktuell, wenn Polt es liest. Er schlüpft dabei immer wieder in Typen, Charaktere und Persönlichkeiten hinein. Nicht selten skurril, manchmal grotesk, fast immer voll spritzigem Humor.

Bei der Vergabe des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor hieß es in der Begründung der Jury unter anderem: "Gerhard Polts Circus Maximus mit seiner einzigartigen Mischung von Erzähl-, Bühnen-, Sprech-, Dialekt- und Unsinnsdichtungen ist schon jetzt der zeitgenössische Komik-Klassiker."

Kritiken
"Die Zeiten für Satire sind immer gut. Sie stirbt nicht, solange der Mensch menschelt."
Polt
"Gerhard Polt stürzt mit den verstörenden Vertracktheiten und scharfsichtigen Bosheiten seiner Dialoge und Monologe wie durch seine Bühnen- und Filmauftritte die bayerische wie außerbayerische Welt in bodenloses Vergnügen, in meckerndes Entsetzen und insgesamt in Zustände, in denen das Publikum zugleich auszurufen gezwungen ist: 'Ja, so ist es!' bzw. 'Ja, so sind wir!' und 'Das darf doch nicht wahr sein!'"
Auszug aus der Pressemitteilung zum Doderer Literatur-Preis 2002

Gerhard Polt
20:15 Uhr, Stadthalle Biberach