#KulturaufAbstand
Über Biberacher Kulturarbeit in Corona-Zeiten

In der Reihe #KulturaufAbstand melden sich Biberacher Kulturschaffende zu Wort und berichten von ihren Gedanken, Sorgen, Problemen aber auch dem Optimismus ihrer Branche. Dr. Alfons Siegel ist Vorsitzender des AKE Biberach und schreibt über die Kultur der Solidarität in Krisenzeiten

 Zu den Aufgaben und Zielen des Arbeitskreises Entwicklungspolitik Biberach/Riß e. V. (AKE) gehört es, auf eine Kultur der Solidarität mit notleidenden Menschen über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus, vor allem in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas hinzuwirken. Auch wenn sich die Mitglieder des ehrenamtlich tätigen Vereins wegen der aktuellen Distanzvorschriften kaum persönlich treffen oder gar versammeln können, nutzen sie doch die verbliebenen Möglichkeiten, um darauf aufmerksam zu machen, wie notwendig gerade jetzt grenzüberschreitende Solidarität mit oft viel stärker bedrängten Menschen ist, wie sie auch auf Abstand wirksam praktiziert und belebt werden kann. Hierzu hat der AKE seine „Aktion 3-fach“ gestartet, mit der Spendengelder über verschiedene Medien eingeworben und auf drei Ebenen verteilt werden: für durch Corona verstärkt in Not geratene Menschen in der Stadt und im Landkreis Biberach, im europäischen Ausland und in einem Land der sogenannten „Dritten Welt“. So konnte der AKE Biberach mit den bisher eingegangenen Spenden 1200 Euro zur Hälfte an die hiesige Diakonische Bezirksstelle und die Caritas Biberach-Saulgau zur Linderung lokaler Härtefälle und zweimal 1200 Euro an „Ärzte ohne Grenzen“ für die Verbesserung der medizinischen Situation in überfüllten Flüchtlingslagern Griechenlands überweisen. 1200 Euro aus den Spendengeldern wurden der Hilfsorganisation Don Bosco Mondo für ihren Einsatz zugunsten indischer Wanderarbeiter zur Verfügung gestellt, die angesichts von Corona oft nur vor der Alternative Verhungern oder Ansteckung stehen! Und 1200 Euro gingen an „Brot für die Welt“, womit die Organisation z. B. Hygiene-Maßnahmen gegen die Pandemie sowie andere Krankheiten in afrikanischen Ländern unterstützt.

 

Was weiter an Geld auf dem Konto eintrifft, geht wiederum an entsprechend bewährte Organisationen, die auf den drei Ebenen, nämlich hier, im europäischen Ausland und darüber hinaus in einem Entwicklungsland die Hilfe fachkundig umsetzen. Denn – so die Idee der Initiatoren – Solidarität darf sich vor allem angesichts des globalen Ausmaßes der Corona-Krise nicht eindimensional auf das eigene Land beschränken, sondern sollte sich mehrdimensional entfalten, in weltbürgerliche Solidararität weiterentwickeln. Wer dies fördern möchte, kann sich unter http://www.ake-biberach.de über die Aktionen des AKE informieren.