#KulturaufAbstand
Über Biberacher Kulturarbeit in Corona-Zeiten

In der Reihe #KulturaufAbstand melden sich Biberacher Kulturschaffende zu Wort und berichten von ihren Gedanken, Sorgen, Problemen aber auch dem Optimismus ihrer Branche.  Museumsleiter Frank Brunecker über den Museumsbetrieb während der Pandemie.

Mit den Museumsgeschichten auf unserer Webseite und in den sozialen Medien, mit dem Kreativwettbewerb „Superhelden. Unglaubliche Geschichten“ und mit den neuen App-Angeboten der Museumspädagogik, die mit dem Smartphone individuelle Rundgänge durch das Museum und in der Stadt ermöglichen, geht das Museum Biberach während der Zeit der Corona-Pandemie verstärkt digital. Doch diese digitalen Angebote können das „echte“ Erlebnis des Museumsbesuchs, das gemeinsame Zusammenkommen bei Führungen, Veranstaltungen und Aktionen der Bildungspartnerschaften nicht ersetzen. Und eigentlich möchte das Museum mit seinen neuen digitalen Angeboten das Interesse bei Besucherinnen und Besuchern wecken und Lust auf einen „echten“ Museumsbesuch machen. Es freut uns sehr, dass das Museum seit dem 12. Mai wieder offen ist, leider noch ohne Veranstaltungen und natürlich nur mit den notwendigen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen. Aber immerhin. Der Andrang ist auch mit den Besucherzahlen vor Corona nicht zu vergleichen, aber wir erhalten viele aufbauende Rückmeldungen, wie sehr der Museumsbesuch im Lockdown vermisst wurde. Das geht uns selbst ja auch so. Wir sind noch immer enttäuscht, sogar frustriert, dass wir so viele schöne Veranstaltungen absagen müssen. Doch die gute Nachricht ist, dass alle Ausstellungen wieder zugänglich sind, insbesondere auch die laufende Sonderausstellung „Ins Licht gerückt – Künstlerinnen Oberschwaben 20. Jahrhundert“. Sie wird bis zum 18. Oktober 2020 verlängert, so dass die Hoffnung bleibt, dass auch in dieser bemerkenswerten Ausstellung noch Führungen und Veranstaltungen möglich sein werden.