Pünktchen und Anton

FAMILIENSTÜCK VON ERICH KÄSTNER
Aufgeführt vom Landestheater Tübingen

Luise, genannt Pünktchen, und Anton sind unzertrennliche Freunde, obwohl ihr Leben unterschiedlicher nicht sein könnte. Sie wohnt in einer Villa, hat reiche Eltern, die ihr jeden Wunsch erfüllen können, aber nie Zeit für sie haben. Er lebt in bitterer Armut allein mit seiner kranken Mutter in einem winzigen Zimmer. Nachts geht er arbeiten und betteln und tagsüber fallen ihm in der Schule die Augen zu.
Pünktchen bettelt auch, nicht für sich, das hat sie ja nicht nötig,
sondern um ihrem Kindermädchen, das vom fiesen Verlobten erpresst wird, zu helfen. Als dieser gar in die Villa einbricht, können
die mutigen Kinder ihn mithilfe der Polizei in letzter Minute zur Strecke bringen. Erst jetzt merkt Pünktchens Vater, wie sehr er seine Tochter vernachlässigt hat und erkennt zudem seine soziale Verantwortung: Anton und seine Mutter, die die Stelle des Kindermädchens bekommt, dürfen in die Villa einziehen. 1931 ist Weltwirtschaftskrise, als Erich Kästner den ersten realistischen Großstadtroman für Kinder schreibt. Der überaus spannende Krimi ist zugleich von einer rührenden Anteilnahme und, wie immer bei Kästner, von einem tiefen Verständnis empfindsamer Kinderseelen geprägt. Und er erzählt, höchst aktuell, von Wohlstandsverwahrlosung und prekären Verhältnissen, von Arm und Reich und einer tiefen Freundschaft, die sich über gesellschaftliche Unterschiede hinwegsetzt.

Pünktchen und Anton
15 Uhr, Stadthalle Biberach

Bestuhlung
Stuhlreihen nummeriert

Eintritt
13 bis 19,50 €
Ermäßigt
10 bis 15 €