Sonntag, 11. November 2007
19:00 Uhr | Komödienhaus

Faberhaft Guth

Papanoia - Die Leiden der jungen Väter

Seit über 10 Jahren touren Dietrich Faber und Martin Guth durch die Republik und werden von Presse –und fast noch wichtiger– vom Publikum gefeiert. Nun gehen Faber und Guth mit einem nagelneuen Programm auf Tournee.

Es gibt nur ein Problem: Faber hat keinen Babysitter und seine Lebensgefährtin befindet sich bei einer 78-Stunden-Mondscheinsitzmeditation in Fränkisch Tibet. So muss Fabers fünfjähriger Sohn Hilmar mit, und das kann störend sein, wenn man arbeiten muss.

So etwas könnte Guth nicht passieren. Bei Guth ist alles, wie es sich gehört. Er hat kürzlich mit seinen Eltern, seiner Frau und seinen 3 Kindernbei den Schwiegereltern eine Doppelhaushälfte aufs Dach gebaut. Trotzdem oder gerade deshalb ist er froh, wenn es wieder auf Tournee geht. Dann darf er im Hotel durchschlafen und alleine frühstücken.

Faber und Guth ergänzen sich auch in ihrem neuen Programm auf grandiose Weise… wenn Hilmar nicht gerade stört.

Skurrile Figuren, satirische Tiefe in irre witzigen Szenen, intelligenter Klamauk neben bissiger Gesellschaftskritik, pointierte Texte neben gehobenem Nonsens; Gestik, Mimik, Musik, Gesang, Slapstick, Parodie und eine Themenvielfalt, die ihres gleichen sucht. Das alles ist schauspielerisch gekonnt und wohltuend dosiert umgesetzt und von Regiesseur Christoph Rodatz feinfühlig in Szene gesetzt.

Wo sonst erlebt man ein Kasperle-Ensemble, das in den Streik tritt, eine umstrittene Neusprechreform, in der Worte wie „Urinstinkt“ ganz anders klingen oder gar einen berufsvorbereitenden Kindergarten, der ein Abitur in 8 Jahren zum Ziel hat?

Faberhaft Guth
19:00 Uhr, Komödienhaus