Sonntag, 19. Oktober 2008
20:00 Uhr | Komödienhaus

La Signora

Sei mein!

Sie ist der heißeste Flirt seit der Erfindung des Akkordeons und sie weiß, was sie will. Wenn La Signora auf Partnersuche geht, werden Mann die Beine weich. Sexy Haarnetz, schwarze Bluse, schwarzer knöchellanger Rock und der unverwechselbare Schönheitsfleck auf der Wange - so heiß wie diese modische Offenbarung war zuvor nur Marilyn Monroe.

Gnadenlos umschwärmt sie Akkordeon spielend und singend die begehrten Testosteron-Träger: Sei mein, mein Sein, das Unmögliche wird möglich, das Mögliche wird unmöglich - diese Venus bringt alles und jeden um den Verstand.
Es gibt kein Entkommen, denn La Signora ist unerbittlich , geht dahin, wo es weh tut, mitten ins Publikum und zeigt dabei das Schönste, was sie zu bieten hat: Dürre, käseweiße Schienbeine.
„Man nennt mich La Signora und ich bin eine Frau“, diese Aussage umfasst die ganze Schlichtheit ihres Seins. Allein damit versteht es das Italo-Girl aus Oberhausen-Alstaden, das Publikum zu einer fantastischen Reise ins Reich der
Vorstellungen zu entführen. Holzstuhl und Akkordeon, mehr braucht die Bühnen-Puristin nicht, um die vor Hitze flirrenden Strände von bella Napoli in der Fantasie der Zuschauer lebendig werden zu lassen.
Dass sie in Liebesdingen immer wieder scheitert , lässt die resolute Verführerin nicht verzweifeln. „Ich will geknackt werden“, ruft die Venus und schon geht es auf dem Rücken von Hippocampus Hans-Dieter, ihrem kongenialen Gespielen, auf in eine surreale Welt. Kein Zweifel, diese Frau ist vollkommen unverfroren und hat auch noch Spaß dabei.
Der Zuschauer kann sich dem geballten italienischen Charme nicht entziehen.

La Signora
20:00 Uhr, Komödienhaus