Mittwoch, 21. Oktober 2009
20:00 Uhr | Komödienhaus

Claus von Wagner

Drei Sekunden Gegenwart

Mit seinem Erfolgsprogramm „Im Feld“ hat er als überforderter junger Mann alles daran gesetzt, nicht Vater werden zu müssen. Jetzt hat ihn das Leben einfach überstimmt. Aber auf das, was nun kommt, hat ihn niemand vorbereitet. Wer liest vom Spiel des Lebens schon die Spielanleitung? Ach ja, Anwälte.

Es ist die Nacht vor dem Gerichtstermin. Unser Held steht über eine Akte gebeugt; die alte Schreibtischlampe wirft Schatten auf ausgebreitete Papiere. Was er dort liest, kann er nicht glauben. Viel Zeit, die Puzzleteile zusammenzusetzen, hat er nicht mehr. Es bleiben nur noch ein paar Stunden, bis es hell wird und alles ans Licht kommt. Mit seinem neuen Programm hat sich Claus von Wagner wieder eine Ein-Mann-Kabarett-Komödie auf den Leib und von der Seele geschrieben, voll irrwitziger Wendungen und berührender Eindringlichkeit. Gebündelte „Drei Sekunden Gegen-wart“. Gerechtigkeit trifft auf Justiz, Persönliches auf aktuelle Politik und unser Held auf Spuren aus der Vergangenheit. Und dabei hatten sie ihm doch immer vorgeworfen, er solle endlich mehr im „Jetzt“ leben. Aber das ist schwierig, wenn man bedenkt, dass die Gegenwart nur drei Sekunden dauert. „Drei Sekunden Gegenwart“ ist Kafka zum Totlachen – ohne Möglichkeit zur Berufung. Finden Sie sich in Volkes Namen bitte rechtzeitig im Gerichtssaal ein. Nichterscheinen kann nur bei Vorliegen begründeter Ausnahmen gestattet werden. Näheres regelt bestimmt irgendein Gesetz. Blitzlicht ist nicht gestattet. Eltern haften an ihren Kindern.

Claus von Wagner
20:00 Uhr, Komödienhaus